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Hope & Soul Beate Hofmann Lockruf des lebens

Loslassen - aber wie?

Manchen Leuten scheint das Loslassen erstaunlich leicht zu fallen. Es gelingt ihnen scheinbar mühelos, dem Leben eine neue Wendung zu geben, sich zu reduzieren, Aufgaben zu begrenzen oder störende Gewohnheiten abzulegen. Was ist der Schlüssel dazu?

Die großen Entscheidungen und die damit verbundene Fähigkeit, etwas loszulassen stehen meistens in einem Zusammenhang mit der Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens. Voraussetzung ist, dass jemand einen inneren Sinn-Kompass hat und weiß, wofür er oder sie eine Änderung will. 

Ein prominentes Beispiel mit einer großen Geschichte bietet der Theologe, Philosoph, Orgel-Pianist und Arzt Albert Schweitzer. Als er am 13. Oktober 1905 seinen Eltern und Freunden mitteilt, dass er noch einmal studieren wird, um Arzt im afrikanischen Urwald zu werden, schlägt das ein wie eine Bombe. 

Es ist die Sinnfrage, die sich Schweitzer vor seiner existenziellen Entscheidung wieder und wieder gestellt hat. Wofür bin ich mit meinen Begabungen da und was kann ich beitragen, um diese Welt zu einer besseren zu machen? Offenbar hat sich bei ihm eine innere Gewissheit eingestellt, die das Herz weitet, die Gedanken klärt und den Menschen mutig macht. Albert und Helene sind beharrlich der Vision, in Afrika anderen Menschen medizinisch zu dienen gefolgt. Acht Jahre nach Schweitzers Entscheidung reisen sie als Arzt und Krankenschwester nach Äquatorialafrika aus und gründen mitten im Urwald eine Klinik. Sie wird später weltbekannt: Lambarene.

Wer sein "Lambarene" gefunden hat, der findet zu neuer Klarheit, kann leichter entscheiden und damit auch viel entspannter loslassen.

Drei Lektionen über das Loslassen aus Beates neuer Kolumne "SINNERFÜLLTER LEBEN & ARBEITEN" im MAAS Magazin.

* Loslassen ist in den Augen vieler Menschen unklug. Es ist gegen die Norm und es macht einsam, sofern man seine Gedanken nicht mit guten Freunden teilen kann. Suche dir eine Vertrauten, der dir zuhört und Rückhalt geben kann.

* Loslassen macht fragend - erst den, der sich verändert, später die anderen, die es aus der Zuschauerperspektive miterleben. Loslassen kann jemand, der einen Beweggrund, einen Sinn in  seiner Entscheidung sieht, denn dort liegt der Kern und auch die Kraftquelle, um die mit dem Loslassen verbundenen Herausforderungen zu bewältigen. Bleib dran an den Fragen, die dich umtreiben, denn wer seine Fragen lebt, lebt sich unmerklich, aber sicher in die Antworten hinein.

* Loslassen bedeutet vor allem einen inneren Perspektivwechsel zu vollziehen. Weg von dem Bedauern über das, was nicht (mehr) möglich ist hin zu dem, was möglich ist. Wer loslassen will und vor wirklich bedeutsamen Lebensentscheidungen steht, der braucht etwas, auf das er sich freut, was lockt und ein Leuchten in die Augen zaubert, eben ein persönliches Lambarene.

Dass jeder von uns sein "Lambarene" findet, vor der Haustür, in der Familie, im Unternehmen oder im Ehrenamt, das wünschen wir - und stehen als Begleiter und Berater für die Sinn-Suche bereit.

Die komplette Kolumne von Beate gibt es auf unserer Presseseite hier zum Download. Das Magazin gibt es am Bahnhof oder im Abo. Und das nächste Sinn-Finder-Seminar "Sinnerfüllt arbeiten - Leistungsfreude steigern" findet im Februar statt.  

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